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Bericht vom 19. Esel- und Mulitreffen in Paaren im Glien 14621 Schönwalde/Glien
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| Hier ein Link zum Fernsehbeitrag des rbb über das Eseltreffen in Paaren / Glien | ![]() |
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Unser Thema:
Stur & Faul ? Esel sind anders!
Christina Kessler und Michael Zuber berichten über das Jahrestreffen in Paaren im Glien. |
| Viele Teilnehmer waren schon Tage zuvor in Paaren angereist, hatten beim Aufbau mitgeholfen und auch ein Bilderbuchwetter bestellt. Dieses Jahr fand das Treffen das aller erste Mal im Osten Deutschlands statt, auf dem Gelände des Märkischen Ausstellungs- und Freizeitzentrums in Paaren im Glien. Dieses Gelände wird regelmäßig zu regionalen und überregionalen Tierschauen genutzt und weist eine ganz hervorragende Infrastruktur für die Bedürfnisse von Tier und Mensch auf. Gemeldet waren insgesamt 75 Tiere. Für die Zucht- und Nutzwertschätzung, gerichtet von Frau Angela Baumann-Jost, Frau Anna Jensen, Herrn Dr. Johannes Kördel und Herrn Gerd Saretzki, traten insgesamt 38 Tiere an. |
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| Die Richter in ihrem Element. Foto: M.Z. |
| Bei den Grosseselhengsten Gruppe 1 war Griso (Jan Gahsche) als einziges Tier aufgestellt, er erreichte 90,75 Punkte (Zuchtklasse III). Hengste der Gruppe 2 (9 Monate bis 2 Jahre) und Gruppe 4 (Hengste älter als 5 Jahre) wurden nicht vorgestellt. In Gruppe 3 (Hengste 3 bis 5 Jahre) wurden zwei Tiere vorgestellt: Oskar von Jeannette Lichtenstein (105,75 Punkte) und Caruso von Christine Möller (104,5 Punkte). Beide Tiere erreichten damit ZK I. In der Gruppe 5 traten 14 Wallache an, von denen 5 in Zuchtklasse (ZK) I fielen. Sieger wurde mit 113,25 Punkten Sir Henry (Christine Möller), gefolgt von Ole (Ulrike Schörner) mit 103,25 Punkten und Konrad vom Rötelsbach von Friedrich Bauer mit 101,5 Punkten. Als einziges vorgestelltes Tier der Gruppe 6 (Großeselstuten) erreichte Mira (Loheland Stiftung) 98,0 Punkte und damit ZK II. Drei Tiere traten in Gruppe 7 (Stuten 9 Monate bis 2 Jahre) an. Siegerin wurde Circle C Mia (Huibers) mit 107,75 Punkten, gefolgt von Moleneind's Miss (ebenfalls Huibers) (106,75 Punkte). Sina-Sulaika (Heike Wulke) erreichte mit 99,25 Punkten den dritten Platz und wurde somit ZK II. Ein Tier wurde in Gruppe 8 (Stuten 2 bis 5 Jahre) vorgestellt, mit 96,5 Punkten erreichte Sunshine (Heike Wulke) ZK II. In Gruppe 9 (Stuten älter als 5 Jahre) siegte Dolores (Nicole Huibers) klar mit 109,25 Punkten. Zweitplaziert wurde Marie (Heike Friedrich) mit 103,50 und Dritte wurde Lisa (Laura K. Meier) mit 103,0 Punkten. Alle drei Tiere wurden damit ZK I. |
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| Siegerstuten der Gruppe 9: Dolores von Nicole Huibers, Marie von Heike Friedrich und Lisa von Laura K. Meier. Foto: A.B.L. |
| In der Gruppe 10 (Maultiere und Maulesel) traten schließlich 5 Tiere an. Siegerin wurde Rafaela mit 105,75 Punkten (Holger Suel), knapp gefolgt von Marlene Friedrich-F. mit 105,5 Punkten (Kathrin Mönnich). Lotte mit 103,75 Punkten (Heike Wulke) erreichte den dritten Platz. Ein großes Lob gebührt an dieser Stelle der Leistung unserer Richter. Sie verstanden es nicht nur, alle Tiere sachkundig und über Stunden hinweg konzentriert zu beurteilen, sondern sich auch mit vielen hochinteressanten und allgemeinverständlichen Erläuterungen zur Zucht- und Nutzungswertbeurteilung direkt an das Publikum zu wenden. Währenddessen hatte auf dem angrenzenden Gelände auch schon der Hindernisparcours begonnen, der mit viel Liebe zum Detail aufgebaut worden war. Unter 29 Teilnehmern siegte in der Rekordzeit von 2:51 Minuten und mit 92 von 100 Punkten Eselhengst Griso unter der Führung von Jan Gahsche. Auf den weiteren Plätzen folgten Lotte von Heike Wulke und Rafaela mit Holger Suel. |
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| Der Hindernisparcours hat es in sich. Vor allem der Wassergraben wird von den meisten Eseln genaustens beäugt. Foto: M.Z. |
| Beim Jugendcup siegte Konrad von Rötelsbach (Lena Raddatz) mit 96 von 100 Punkten, dicht gefolgt von Sir Henry (Fabian Schimmel) und Josefina (Isabelle Lerch). |
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| Heike Wulkes Enkel Julian führt Sunny sicher durch das Flattertor. Foto: M.Z. |
| Im Zugleistungswettbewerb traten am Samstagnachmittag 17 Esel und Mulis an. Das Organisationsteam hatte einen ganz neu konstruierten Zugschlitten zur Verfügung gestellt, gebaut aus einem Stück Straßenleitplanke und einem robusten Holzaufbau. Der Schlitten wurde für jedes Tier mit 30 % seines jeweiligen Körpergewichtes belastet, dann ging es rund um den Parcours. 6 Tiere erreichten die maximale Punktzahl von 100, daher war die Zeit für die Platzierung entscheidend. Auf dem Siegertreppchen standen schließlich Bella Bibiana (Martina Männel) mit 0:51 Minuten, gefolgt von Muli Umena (Familie Rensch), und Lissi (ebenfalls M. Männel). |
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| Tom Bardenhagen beim Zugwettbewerb mit Esel Pom. Foto: A.B.L. |
| Gut besucht war der Trekkingworkshop am Sachsenzelt der Familie Wulke. Hier trafen sich begeisterte Eselwanderer und solche, die es werden wollen. Anhand von verschiedenen Packsattelmodellen wurde ausgiebig über Rückenfreiheit, Dornfortsätze, Punktlasten und Geschirrgestaltung gefachsimpelt. |
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| Auf dem Trekkingworkshop wird sich beraten und gefachsimpelt. Foto: A.H. |
| Nach dem sonnigen und warmen Tag waren alle Besucher froh über ein wenig frischen Abendwind. So traf man sich in der großen Mehrzweckhalle des Ausstellungszentrums zur Brotzeit, frisch gezapftem Bier und einem bunten Abendprogramm . Zuallererst wurden natürlich die Sieger des Jugendcups geehrt. Heike Ahlborn, Kathrin Mönnich, Barbara Becker und Ralf Warning überlegten a capella "Was tun die Eselleut´ mit ihrer Zeit?" zur Melodie von "I'm walking". Kathrin Mönnich begleitete sich selbst auf der Gitarre und trug "Wir sind die Bagaluten" vor (für Nicht-Torfrocker: Ein Bagalut ist ein Rüpel oder Schuft). Judith und Gregor Schmidt unterhielten alle Gäste mit einem lustigen und interessanten Kinderquiz rund um unser Lieblingsthema Equiden, gemischt mit kurzen Filmvorführungen von Auftritten unserer Vereinsmitglieder in verschiedenen Fernsehdokumentationen. Dann ging das Licht aus, und auf einmal kam ein silbern glänzender Esel zur Bühnentür herein. Nach Art chinesischer Neujahrsdrachen zeigten uns in furioser Aufführung Beate Marienfeld und Stefanie Kratzer alle Gangarten des Esels, gefolgt von einem Eselwalzer. |
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| Nach einer kurzen Nacht trafen wir uns im schönsten Morgenlicht in der Mitte des Ortes Paaren neben der evangelischen Kirche zum ökumenischen Gottesdienst, gehalten vom Pfarrer und langjährigem Vereinsmitglied Otto Thonhofer und seiner evangelischen Kollegin Frau Busse aus Brieselang sowie dem ebenfalls aus Brieselang stammenden katholischen Pfarrer Matthias Kucklick. Begleitet von Beate Marienfelds klassischer Blockflöte und Dr. Isabelle Lewis auf der Orgel hatten die Teilnehmer Zeit für einige Minuten Andacht und Ruhe. Die schön geschmückten Tiere schienen dies ebenfalls zu spüren - kaum eine Eselstimme regte sich in dieser Zeit! Augenzwinkernd wies Frau Busse auf Erich Honneckers seinerzeitigen Ausspruch hin: "Den Sozialismus in seinem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf!" |
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| Otto Thonhofer bei der Arbeit. Der Eselpfarrer spendet Segen und gute Worte. Foto: M.Z. |
| Unter der Anteilnahme der Paarener Bürger zog der große Tross unter Musikbegleitung dann entlang der Ortsstraße zu einer Wiese gegenüber der katholischen Kirche, wo nach einem weiteren Grußwort die traditionelle Segnung der Tiere stattfand. Otto Thonhofer verstand es, diesen feierlichen Moment mit netten und sehr persönlichen Kommentaren an die Tier- und Gespannführer zu bereichern. Anschließend ging's dann auf direktem Wege zurück zum Festgelände, wo sich die Teilnehmer mit allen Tieren und Gespannen zunächst auf dem Hindernisparcours präsentierten und dann aufgestellt in einem großen Bogen dem Publikum zeigten. Nach gemeinsamer Einfahrt zusammen mit Barbara Bank auf dem beeindruckenden Vierspänner-Muligespann der Familie Rensch sprach Bürgermeister Bodo Oehme von der Gemeinde Schönwalde-Glien das Grußwort für den zweiten Tag. Er bemerkte dabei schelmisch, dass es ihm in der Politik ähnlich gehe wie uns Eseldompteuren... Der Sonntagnachmittag stand wie stets ganz im Zeichen der Reit-, Führzügel-, Führ- und Fahrwettbewerbe. |
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| Die Läufer: Birgit Klocke mit Bounty geführt von Sonja Klocke. Foto: A.B.L. |
| In der Führklasse siegten unter 11 platzierten Tieren Rafela (Holger Suel) mit 94 von 100 Punkten, Dolores (Nicole Huibers) mit 86 sowie Sunny von Heike Wulke mit 83 Punkten. In der Führzügelklasse konnten sich unter vier Tieren "Kleines Mu" (Sarah Fuchs), Mira von der Loheland Stiftung sowie Konrad von Rötelsbach (Friedrich Bauer) mit 69, 61 und 56 Punkten durchsetzen. Beim Reiten der Esel waren zwei Teilnehmer gemeldet, Richard von Sarah Fuchs erreichte 75 Punkte, 72 Punkte erhielt Paul von Rötelsbach (Friedrich Bauer). |
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| Es waren leider nur 2 Teilnehmer beim Reiten der Esel gemeldet. Foto: A.H. |
| Spektakulär, abwechslungsreich und vom Publikum begeistert aufgenommen war wie stets der Fahrwettbewerb . Der Richterin Frau Baumann-Jost animierte die umstehenden Gäste zum Anfeuern der Gespanne, so dass diese im tollen Schlussgalopp mit fliegenden Hufen den Parcours unter lautem Applaus wieder verließen. Unter den drei gemeldeten Einspännern siegte mit der höchsten Punktzahl von 98 von 100 Zählern und gleichzeitig der deutlich kürzesten Zeit Sir Henry von Christine Möller. Boromir von Martina Belzer erreichte in 2:29 Minuten mit 90 Punkten, den 2, Platz und Platz 3 wurde Dolores von Nicole Huibers in 3:05 Minuten mit 79 Punkten. Von sieben gemeldeten Zweipännern setzte sich das Team Lissi und Bruno durch, gesteuert von Martina Männel. In der kürzesten Zeit des gesamten Wettbewerbes, aber mit etwas niedrigerer Punktzahl erreichten Christine Möller's Tschutschu und Ines als Zweitplazierte das Ziel. Platz 3 sicherte sich das Gespann von Norbert Fenske in 2:12 Minuten mit 85 Punkten mit Elsa und Ferenz. Ein optisches Bonbon für alle Zuschauer waren natürlich die Vierspänner . Beeindruckend das große Muligespann der Familie Rensch, das professionell und überlegen dirigiert in kurzer Zeit und mit 98 Punkten im Ziel einlief. |
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| Beeindruckendes Vierspänner-Muligespann der Familie Rensch. Foto: A.B.L. |
| Während das große, aus Strohballen gebaute Flattertor in diesem Jahr kaum ein Tier zögern ließ, war das 3 cm tiefe Wasser im Bassin heuer anscheinend eine echte Herausforderung. Die besten Tiere des Treffens - berechnet als Summe von Zuchtwertprüfung und Bonuspunkten aus den Wettbewerben wurden Eselstute Dolores (125,75 Punkte, Familie Huibers, 12 Jahre), Mulistute Rafaela (123,75 Punkte, Holger Suel, 13 Jahre) sowie Eselwallach Sir Henry (122,65 Punkte, Christine Möller, 17 Jahre) - unser Glückwunsch und Gratulation! Während der zwei Tage war rund um das Programm herum noch eine Menge anderer Punkte geboten. Das Infozelt war wie stets gut besucht. Eine Reihe von Interessenten traten dem Verein bei, viele andere nahmen die Beitrittserklärungen mit nach Hause. Bernd Schmutz bediente wie jedes Jahr virtuos und rasend schnell seine Computer in der Anmeldestelle oberhalb des Turnierplatzes. Begeistert war Bernd von der Unterstützung der Teilnehmer, die ihre Tiere dieses Jahr sehr frühzeitig anmeldeten, was seine komplexe Aufgabe außerordentlich erleichterte. Toni Vogt präsentierte seine Kummetgeschirre. Eine Reihe von Verkaufsständen offerierten Eseldevotionalien in allen Variationen, auch das Sortiment des Noteselhilfestandes hat mittlerweile ebenfalls eine sehr beeindruckende Breite angenommen ! Ein Fernsehteam des Rundfunks Berlin-Brandenburg nahm viele Impressionen des Treffens für die rbb-Abenschau auf und interviewte auch unsere holländischen Gäste. Fotoreporter der Märkischen Zeitung und des dpd hielten ebenfalls eine Menge von Eindrücken für ihre Medien fest. Bereits am Samstag berichtete in der Märkischen Presse ein erstaunter Lokaljournalist, dass sich derzeit an den Laternen der Region die folgenden Werbeplakate abwechseln würden: ein Bürgermeisterkandidat, ein Esel, ein Bürgermeisterkandidat, ein Esel ... Nahezu aussichtslos wäre es, alle Helfer vor und hinter den Kulissen zu erwähnen, die zum perfekten Gelingen dieses Treffens beigetragen haben. So seien an dieser Stelle nur die federführenden Damen des Organisationsteams der Regionalgruppen Ostsachsen und Nordost genannt: Christine Möller, Heike Wulke und Sophia Bardenhagen, die in wochenlanger Arbeit und hunderten Telefonaten und Emails den Ablauf bis ins Kleinste hervorragend vorbereitet hatten. Ihnen ist es insbesondere gelungen, ihre "Arbeitstrupps" ganz offensichtlich bei guter Laune zu halten. |
| Christina Kessler berichtet über das Showprogramm. |
| Zum Auftakt unseres Schauprogramms wurden Esel und Maultiere in verschiedenen Größen und Farben vorgestellt. Es folgten drei Voltigiernummern. Den Anfang machte Familie Bauer-Raddatz-Spitzenberger mit ihren Kindern Hanna, Lena, Jana, Ramona und Janik, den beiden Eseln Konrad und Paul vom Rötelsbach sowie zwei Hunden. Danach demonstrierten die Kinder der Lohelandstiftung unter Anleitung von Elke Tetzlaff ihr Können auf dem Esel Filou und als Höhepunkt zeigten uns die Drittplatzierten der Deutschen Meisterschaft im Voltgieren ihre Balancekünste zu Esel. Mit einer rasanten Fahrt im römischen Streitwagen brachte uns Centurio Norbert Fenske zurück in die Vergangenheit. Es folgte ein historisches Bild mit Weinwagen und einem Holzwagen, auf dem die Kinder Ansgar, Avid und Alrun Gahsche Rhythmusinstrumente schlugen, während Vater Jan den Dudelsack und Beate Marienfeld die Blockflöte spielte. Martina Männels Esel zog eine Egge. |
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| Historischer Umzug beim Showprogramm. Foto: B.B. |
| Es folgte eine Wildwest-Szene. 2 Esel vor einen Planwagen geführt von Lucky Luke persönlich. Dahinter seine Gefangenen, die vier Daltons, wie immer ausbruchssicher mit fiesen, schwarzen Kugeln um die Fußgelenke. Hund Rantanplan durfte natürlich auch nicht fehlen. Dieses kostümierte Schaubild wurde uns präsentiert von den Kindern der Eselfreunde vom Havelland. Hoher Besuch lies sich ankündigen: In Anlehnung an den vor kurzem stattgefundenen G8 Gipfel wurden auch für Paaren keine Kosten und Mühen gescheut, die Weltelite der Esel zusammen zubringen: Der E11 Gipfel. Die Regionalgruppe Nordost präsentierte kostümierte Esel und Führer aus verschiedenen Nationen, darunter Japan, Schweiz, Südafrika, USA, Frankreich, aus Spanien kamen höchstpersönlich Don Quijote und sein treuer Gefährte Sancho Pansa. Nicht zu vergessen sind unsere Freunde aus den Niederlanden. Sie kamen ohne Kostüm, waren dafür aber ganz echt. Für jede Nationalität spielte die passende Musik und das Publikum klatschte begeistert den Takt. Nun ging es wieder praktischer zu. Die Regionalgruppen Ostsachsen und Mitte präsentierten ihre Esel und die verschiedene Nutzungsmöglichkeiten. Ob als Packtier und Begleiter auf Wanderungen, als Tragetier von müden Kindern oder vor der Kutsche, Esel sind unschlagbar. Eine witzige Attraktion war der Kinderbuggy von Familie Wulke gezogen von Esel Apollo 13. |
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| Schöner Hingucker: Ein Einkaufswagen wurde zur Eselkutsche umkonstruiert. Foto: B.B. |
| Danach wurden die Siegerehrungen der vorangegangenen Prüfungen durchgeführt. Die zweite Hälfte unseres Schauprogramms eröffneten die Esel-Akrobaten. Mit tollen zirzensischen Lektionen begeisterten uns Judith Schmidt und ihre Eselin Masl-tow. Wie viel Vertrauen zwischen Esel und Mensch entstehen kann bewiesen die beiden eindrucksvoll. Der Höhepunkt war Masl-tows mutiger Sprung durch das Feuertor! |
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| Esel-Akrobatin Masl-tow dreht den Spieß von Hoppe Hoppe Reiter einmal um. Foto: A.H. |
| Äußerst unterhaltsam ging es weiter. Kegel aufgepasst, die 7 Zwerge aus dem Havelland sind los! Die Zwergesel Sir Henry und Tschutschu zeigten mit ihren Fahrerinnen Nikki und Nicole einen lustigen Pas de deux umrahmt von fünf weiteren Zwergen mit ihren geführten Eseln. |
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| Ein rasantes Pas de deux. Foto: B.B. |
| Die Arbeit mit Maultieren wurde uns vorgestellt. Während Muli Kleines Mu, geritten von Stefanie Kratzer, uns zeigte, was sie alles kann, fuhr ein Auto samt Anhänger auf den Platz. Holger Suel und seine Maultierstute Rafaela stiegen aus. Mit Bodenarbeit nach Parelli demonstrierte Holger Suel uns, wie er sich das Vertrauen seines Mulis erarbeitet hat. Rafaela kam als Problem-Muli zu ihm. Mit der richtigen Ausbildung, viel Geduld und Konsequenz ist sie heute ein gut erzogenes und ausgebildetes Maultier. Dies beweisen auch sämtliche Preise, die die beiden hier in Paaren abräumten. Zu guter letzt parkte er Rafaela rückwärts im Anhänger, schloss die Klappe und beide fuhren wieder entspannt aus dem Parcours. |
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| Rafaela, von Holger Suel, lässt sich rückwärts verladen. Foto: B.B. |
| Zum Schluss fuhren die Kutschen ein und zeigten noch mal, wie flott Esel und Maultiere doch unterwegs sein können. Mit dabei der römischer Streitwagen (Norbert Fenske), eine liebevoll geschmückte Sonntagskutsche mit Sonnenschirm (Gert Freudenberg), das Gespann der Lohelandstiftung (Elke Tetzlaff), das himmlische Gespann Apollo 13 und Sunshine (Ralf und Heike Wulke), sowie zwei Zweispänner (u.a. Martina Männel). Zum Schluss demonstrierten die vier großen Mulis der Familie Rensch ihre Kräfte vor dem Zugschlitten. Mit Verspätung, aber in rasantem Tempo kam noch der Vierspänner der Eselfreunde Havelland in den Parcours gefahren. Souverän wurden die wilden Zwerge Tschutschu, Sir Henry, Ines und Zottel von Nikki gelenkt. Ein großes Dankeschön an alle, die im Schauprogramm mitgewirkt haben, besonders an Martina Belzer, unserer Moderatorin, Marcel von der Musik, Michi am Abreiteplatz sowie Ute Thomas und Heike Wulke. |
| Text: Michael Zuber und Christina Kessler Fotos: Annemarie Bank-Lauer, Barbara Bank, Andrea Huneke und Michael Zuber |