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Service Die IGEM-Jahrestreffen! 22. Jahrestreffen 2010 in Paaren im Glien
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22. Jahrestreffen 2010 in Paaren im Glien

Katastrophenalarm und überflutete Bäche wie in der Sächsischen Schweiz nebenan hatten wir nicht. Bereits am Samstag vormittag verstärkten sich die Schauer aber so, dass wir kurzfristig tatsächlich über eine Unterbrechung des Festes nachdachten. Doch der Reihe nach !

Insgesamt wurden unserem langjährigen Meldestellenleiter und Datenbank-Dompteur Bernd Schmutz und seinem „Läuferteam“ 71 Tiere gemeldet. Bernd lobte die gute Organisation und merkte schmunzelnd an, dass seine Sammlung alter, stromfressender Bildschirme doch noch ein Gutes hat, denn er konnte auf ihnen die vielen völlig regendurchweichten Bewertungsbögen trocknen !

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Ohne sie läuft gar nichts: Bernd Schmutz, Lukas und die Computer in der Meldestelle. Foto: B.B.

Am Freitag nachmittag hielt Annemarie Bank-Lauer den Workshop „Packesel-Trekking“ und brachte dazu eine ganze Menge verschiedener Packsattel-Varianten zur Ansicht mit. Annemarie und ihr „Demo-Esel“ waren schliesslich von rund 20 Zuhörern umlagert. Kernthemen waren dabei der Körperbau des Esels und sein Zusammenspiel mit passender tierschonender Konstruktion und Gurtung des Sattels. Sie regt aufgrund des stets grossen Interesses an, Packsattel-Workshop zu einer Dauereinrichtung auf allen künftigen Eseltreffen zu machen.

Weiterhin fanden ein Workshop über Hufpflege und -beschlag von Daniela Laude sowie ein Vortrag über Esel-Homöopathie von Andrea Zelle statt.

Im Jugendcup traten auf einem liebevoll und aufwendig „orientalisch“ dekorierten Hindernisparcours 19 Teams an. Der 9jährige Eselwallach Konrad von Rötelsbach der Familie Bauer war hier souveräner erster und zweiter Sieger, den ersten Platz erzielte Lena Raablatz mit 98 Punkten in 2:33 Minuten, auf den zweiten Platz kam er mit 93 Punkten in 2:06 Minuten unter Führung von Jana Spitzenberger.

Corinn Bachers führte die 11jährige Eselstute Ines aus dem Bestand von Christine Möller in 3:05 Minuten zu einem achtbaren dritten Platz mit 87 Punkten. Jugendparcours-Chefin und Jugendvorstand Johanna Zelle war sehr beeindruckt von dem Leistungswillen der zum Teil tropfnassen Tiere unter diesen recht widrigen Bedingungen.

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De Gaulle macht mit Thomas Peters auch beim Slalom eine gute Figur. Foto: M. Z..

Im Hindernisparcours für die Erwachsenen trug diesmal Beate Marienfeld mit ihrer stets vollkommen gelassenen 17jährigen Eselstute Christina den Sieg davon. Ihr fehlerfreier Durchgang in 5:45 Minuten brachte ihr die maximal möglichen 100 Punkte ein – und das in Verkleidung und mit Christina nicht am Führstrick, sondern am langen Zügel dirigiert !

Wesentlich schneller, jedoch mit einem Punkt Abstand erreichte Eselwallach Konrad von Rötelsbach mit 99 Punkten und 1:50 Minuten den zweiten Platz. Holger Suel schliesslich errang den dritten Platz mit seiner 16jährigen Mulistute Rafaela mit 90 Punkten und in 2:26 Minuten. Christine Möller und ihr begabter niederländischer Co-Moderator Reinhard Sluimann schafften es, Mensch und Tier auch während des „schauerlichen“ Wetters bei guter Laune zu halten.

Besonders beliebt war dieses Jahr der Zugwettbewerb, zu dem sich 19 Teams angemeldet hatten. Den ersten und zweiten Platz trugen zwei der souverän von Achim Rensch geleiteten Kaltblutmulis nach Hause. Der 11jährige Muliwallach Attica siegte mit 82 Punkten in 1:14 Minuten, die 10jährige Mulistute Usaja erreichte 80 Punkte in 1:04 Minuten. Ebenfalls 80 Punkte erreichte Heike Wulke's Sunshine und errang in 1:55 Minuten den dritten Platz in diesem Wettbewerb.

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Muli Usaja von der Familie Rensch in der Exterieurbewertung. Foto: M.Z.

Der Zugleistungswettbewerb wurde dieses Jahr erstmals von Herrn Jochen Gebhardt geleitet, er ist erster Vorsitzender des Landesverbandes Sachsen-Thüringen der IG Zugpferde, die sich als gemeinnütziger Verein für den hobbymässigen und professionellen Einsatz von Tieren in Land- und Forstwirtschaft einsetzt. Herrn Gebhardt gefiel die Konstruktion des Zugschlittens sehr gut, ebenso die gute Organisation des Treffens insgesamt. Er lobte das insgesamt weitgehend ausgeglichene Niveau der zum Zugwettbewerb angetretenen Tiere, rät aber auch zum steten Üben der klassischen Anspannungsweise mit Rückwärtsrichten und sicherem Stillstehen der Tiere. Erkennbar mussten sich viele Tiere erst mit dem neuen Eindruck des Ziehens einer Gleitlast im Unterschied zur Rolllast „Kutsche“ anfreunden, beobachtete Gebhardt, das könnte man zu Hause auch durch Ziehens eines Reifens oder einer vergleichbaren Last gut üben. Herr Gebhardt war sehr angetan vom freundschaftlichen Miteinander der Esel- und Mulifreunde und versprach, in 2013 gerne nach Paaren wiederzukommen.

Heike Wulke berichtet auch dieses Jahr von grossem Andrang am Stand der mit der IGEM freundlich verbundenen Noteselhilfe e.V.. Etliche potentielle Eselkäufer suchten Heike und ihr NEH-Team auf, um sich über Haltung beraten zu lassen. Auch dieses Jahr gab es dort die „Bastel- und Malstrasse“, in der Kinder und Jugendliche um die 40 bis 50 Esel anmalen und mit nach Hause nehmen konnten. Heike dankt ihrem NEH-Team herzlich für die tolle Unterstützung, die ihr auch die Teilnahme an den Wettbewerben erlaubten.

Insgesamt 42 Tiere wurden der Exterieurbewertung vorgestellt, davon 3 Mulis, 13 Eselwallache, 23 Eselstuten und 4 Eselhengste. Annemarie Bank-Lauer und die Richter waren beeindruckt von der Gelassenheit der Tiere und der Halter, da der stetige Regen allen Beteiligten doch einiges an Stehvermögen abforderte. Die zum Teil ungeschützten Esel begannen bereits, erkennbar zu frieren und den Rücken hochzuziehen, was die Bewertung natürlich erschwerte. Der Bewertung folgte wie stets die Richtersprechstunde zur vertieften Erläuterung der Ergebnisse, zwei von 22 Tierbesitzern nutzten diesen Extraservice der vier Richter. Einen diesmal leider nur vereinzelt genutzten Extraservice stellt übrigens auch jedes Jahr unser Meldestellenleiter Bernd Schmutz bereit: für alle Teilnehmer an der Exterieurbewertung stellt er Ausdrucke der detaillierten Bewertungsbögen mit allen Einzelnoten ihrer Tiere zur Verfügung !

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Die Sieger bei der Exterieurbewertung der Gruppe 9, Cay mit Laura Meier. Foto: M.Z.

Unser Richterteam wurde allgemein als fair und harmonisch zusammenarbeitend empfunden. Dieses Jahr stellten sich folgende Richter für die Exterieurbewertung zur Verfügung:

Frau Angela Baumann-Jost, bereits seit 2003 bei der IGEM „an Bord“, langjährige Pferdezüchterin sowie Richterin bis Klasse M und Trainerin B der FN für Fahrsport.

Frau Eva Fröhlich, als Hufschmiedin ausgebildet von Melanie Scherer an der Lehrschmiede der Universität Giessen, und schon mit Esel- und Mulihufen gut vertraut. Eva war dieses Jahr das erste Mal bei uns dabei.

Katharina von Radetzky wurde ebenfalls vor ihrer „Premiere“ 2010 in Bezug auf Exterieurbeurteilung von Eseln und Mulis von der IGEM vorbereitet. Sie ist selbständige Physiotherapeutin und Pferdeosteopathin im DIPO, Mitbegründerin der International School of Equine Osteopathy sowie der ProSAANI.

Herr Gerd Saretzki war bereits in Paaren 2007 als Richter mit von der Partie. Er ist unter anderem Reitausbilder Trainer A und Prüfer für Abzeichen im Pferdesport.

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Teambesprechung vor dem Führzügelwettbewerb. Foto: M.Z.

Die Betreiberin des Festgeländes, die Märkische Ausstellungs- und Freizeitzentrum GmbH („MAFZ“) zählte während des Wochenendes etwa 2500 bis 3000 Gäste auf dem Gelände und ist damit angesichts des ausflugswidrigen Wetters vollauf zufrieden. Das MAFZ ist voller Anerkennung für die gute Organisation und Atmosphäre und würde sich freuen, die IGEM in 2013 wieder auf ihrem Gelände begrüssen zu dürfen.

Christine Möller organisierte ein wunderbares Abendprogramm mit einer Fortsetzung von Barbara Banks und Otmar Hoefers Esel-Mensch-Kommunikationsknoten, einer tollen Neuinterpretation von Bill Ramsey's 1961er Tophit „Zuckerpuppe aus der Bauchtanzgruppe“ von Sophia Bardenhagen und Otmar Hoefer sowie die Wüstennomaden Stefanie Kratzer, Beate Marienfeld und gekonnt bauchtanzender Tochter Isabell nebst Eselin Christina.

Dem unbeständigen Wetter Rechnung tragend hielten Otto Thonhofer und Pfarrerin Frau Katherina Plume dieses Jahr den ökumenischen Gottesdienst in der Mehrzweckhalle des MAFZ-Geländes ab, die noch vom Vorabend orientalisch geschmückt war. Auch die Tiere genossen einige Minuten der Ruhe und Besinnung und blieben ganz ruhig bei ihren Besitzern stehen. Er erlebe es zum ersten Mal, dass der Ort der Andacht hinterher mit dem Wasserschlauch gereinigt werden müsse, meinte ein Besucher lächelnd und sichtlich berührt. Otto Thonhofer erinnerte daran, dass der Mensch nicht nur Verantwortung für seine Tiere trägt, sondern von ihnen auch eine Menge über den zwischenmenschlichen Umgang lernen kann. Katherina Plume sprach über die alttestamentarische Überlieferung der Eselin des Propheten Bileam. Frau Plume gefiel unsere Veranstaltung sehr gut und merkte schmunzelnd an, dass es bei so manchem Familiengottesdienst wesentlich undisziplinierter zuginge - obwohl mindestens ein Liedblatt vom Esel gefressen wurde !

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Die Siegerinnen im Einspännig fahren sind Großeselstute Christina mit
Beate Marienfeld Foto: M.Z.

Das Info-Zelt der IGEM organisierte dieses Jahr Ulrike Schörner, unterstützt von zehn Helfern. Sie berichtet von regem Interesse vieler Eselbesitzer aus dem Umland, die offenbar das erste Mal bei einem Treffen der IGEM waren und sich insbesondere über die korrekten Haltungsbedingungen für Esel informierten. Guten Absatz fanden auch alle „Fanartikel“ der IGEM, etliche Neuanmeldungen zum Verein und sogar einige kleinere Spenden konnte sie auch verzeichnen.

In der Führzügelklasse traten am Sonntagvormittag 5 Teams an, die drei Plazierten lagen schliesslich ganz dicht beieinander. Die schon 25jährige Mulistute Kleines Mu von Sarah Fuchs trug Tochter Annabella Fuchs mit 78 Punkten zur gelben Siegschleife und ihre Freundin Christina erreichte mit 77 Punkten den zweiten Platz. Paul von Rötelsbach der Familie Bauer erreichte mit Jana und Hanna Raddatz 75 Punkte und damit den dritten Platz.

In der Führklasse kamen 9 Teams zum Start, es siegte mit 88 Punkten der schon sehr Eseltreffen-erfahrene 12jährige Eselhengst Little Dipper unser weit angereisten holländischen Freunde, der Familie Huibers von der Moleneinds-Ranch. Platz zwei errang Sunny von Heike Wulke mit 86 Punkten, der dritte Platz schliesslich ging mit 83 Punkten an Holger Suel's 16jährige Mulistute Rafaela.

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Ohne sie läuft gar nichts: Bernd Schmutz, Lukas und die Computer in der Meldestelle. Foto: B.B.

Die Bildreportage des Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) ging am Samstag abend noch über die Sender, so dass sich sicherlich noch viele weitere Gäste zu einem Besuch unseres Treffens entschlossen. Bereits früher in der Woche erschien ein fast halbseitiges Interview mit dem Eselverein in der überregionalen Ausgabe der Märkischen Allgemeinen Zeitung. Ein Team des Radiosenders Antenne Brandenburg war bereits am Donnerstag vor Ort, der Veranstaltungstipp „Eseltreffen“ lief dann von Freitag bis Sonntag regelmässig in der Regionalsendung „Brandenburg Aktuell“. Auch ein Team der Filmproduktionsgesellschaft Havelland TV konnten wir begrüssen.

Tatkräftig unterstützt von Stefanie Kratzer nahm sich Beate Marienfeld wie stets ausserordentlich viel Zeit für die Vorbereitung und verpflichtende Sichtung der beiden Reitwettbewerbe am Vortag, so dass die Teilnehmer viele neue Erfahrungen und Informationen mit nach Hause nehmen konnten. Etliche Wettbewerbsteilnehmer nahmen sich Beate's Ratschläge dieses schon fast workshop-ähnlichen Veranstaltungsteils zu Herzen und verbesserten die Sattelung noch über Nacht.

Holger Suel als einziger Mulireiter erreichte im Wettbewerb dann 59 Punkte. Bei den Eseln traten zwei junge Reiterinnen von der Waldorfpädagogik Havelhöhe e.V. an. Den Sieg trug mit 76 Punkten die 11jährige Linda Luther auf der 6jährigen Kira davon, die silberne Zweitplaziertenschleife errang mit 68 Punkten Annika Schiffer (9 Jahre) auf der 17jährigen Gesa.

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Axel Fuhrmann mit Beifahrerin Sophia Bardenhagen und den Eseln Emi und Pomm. Foto: M.Z.

Die Reitwettbewerbe und die Führ- bzw. Führzügelklasse waren auch diesmal wieder ein eher „leiser“ Teil der Veranstaltung, dessen Komplexität und Herausforderung sich nur dem reiterfahrenen Zuschauer erschliesst. Beate legt hier stets viel Wert auf das grundlegende Verständnis vom Reiten, die einfühlsame Präzision der Einwirkung und die harmonische Zusammenarbeit von Mensch und Tier. Sie rät zum steten Üben unter erfahrener Anleitung, dem gutem Studium der Aufgabenblätter und beobachtet, dass diese Herausforderung doch jedes Jahr ein wenig besser gemeistert wird.

Aufgrund der guten Resonanz des letzten Treffens war auch in 2010 der Fahrparcours wieder als Kegelparcours ausgestaltet. Frau Baumann-Jost, Otmar Hoefer und Tom Bardenhagen gestalteten eine anspruchsvolle Strecke, die aufgrund einiger recht enger Kurven besonders für die Fahrer der Vierspänner sehr herausfordernd war.

Vollkommen fehlerfrei blieb bei den Einspännern Beate Marienfeld mit ihrer Eselstute Christina, die mit 100 Punkten in 1:57 Minuten den verdienten Sieg nach Hause trug. Den zweiten Platz errangen Rolf Rudolf und seine 14jährige Eselstute Vicky mit 98 Punkten in einer Zeit von 2:27 Minuten. Rang 3 schliesslich ging in rasanten 1:20 Minuten und mit 95 Punkten an Christine Möller's Sir Henry. Auch hier beobachteten die Verantwortlichen eine erneute Verbesserung der Fahrfertigkeiten – ein sichtbarer Erfolg von viel Üben und sicherlich auch den Bemühungen der IGEM und ihrer Regionalgruppen.

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Die Sieger im Dreispännig fahren mit den Eseln Anton, Vicky und Roland von Rolf Rudolf. Foto: M.Z.

Aus den 7 Teams der Zweispänner siegte mit 100 Punkten völlig fehlerfrei Martina Männel in 1:20 Minuten mit dem 17jährigen Bruno und der 6jährigen Liselotte Pulver. Platz Zwei ging an ein „gemischtes“ Gespann aus der 15jährigen Emi von Ulrike Schörner und dem 14jährigen Pomm von Sophia Bardenhagen, Axel Fuhrmann steuerte sie in 2:52 Minuten ebenfalls fehlerfrei durchs Ziel.

Aussergewöhnlich war diesmal ein Esel-Dreiergespann von Rolf Rudolf, er lenkte als einziger Vertreter dieser Klasse Anton, Vicky und Roland in 1:13 und mit 85 von 100 möglichen Punkten nahezu fehlerfrei durch den Parcours.

Sehr beeindruckend für Fachleute wie für das Publikum war die Leistung von Profifahrer Achim Rensch, der sein gewaltiges Muli-Vierergespann nahezu fehlerfrei und in sehr kurzer Zeit durch die engen Kegel lenkte. Seine selbst gezüchteten Mulis aus rheinisch-westfälischen Kaltblütern und einem Grosseselhengst erreichten 95 Punkte in einer Zeit von 1:28 Minuten. Zwei gemischte Vierer-Gespanne von Norbert Fenske und Martina Männel errangen dann den zweiten und dritten Platz mit 90 Punkten und 2:57 Minuten beziehungsweise 85 Punkten und 2:27 Minuten.

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Im Einachser durch den Kegelparcours. Foto: M.Z.

Das Organisationsteam hatte im Vorfeld für zwei diesmal voneinander unabhängige Mikrofonanlagen und hervorragende Beschallung gesorgt, so dass die Besucher problemlos den Moderationen von zwei nebeneinander her verlaufenden Wettbewerben folgen konnten. Sabine Platens Umfrage unter den Besuchern ergab denn auch grosses Lob für die umfangreichen und sachkundigen Erläuterungen über Esel und Mulis, deren Körperbau, Haltungsansprüchen, Charakter und vielem anderen mehr. So ging dann auch bald ein Besucher sehr selbstkritisch mit sich ins Gericht und gab ehrlich zu, wohl doch das meiste mit seinem eigenen Tier bisher falsch gemacht zu haben. So trägt die ausserordentlich anstrengende Arbeit unserer Hauptmoderatorinnen Martina Belzer und Annemarie Bank-Lauer sehr dazu bei, das satzungsgemässe Ziel der Veranstaltung zu erreichen: die Förderung des Tierschutzes, der artgerechten Haltung und Zucht und der damit zusammenhängenden Information der interessierten Öffentlichkeit.

Bestes Tier des Treffens wurde Christine Möllers 15jähriger Eselwallach Sir Henry, dichtauf gefolgt von Holger Suels 16jähriger Mulistute Rafaela und Nicole Huibers 12jährigem Eselhengst Little Dipper.

Der Sterndeuter Balthasar (Chris Siemers) führte Heike Friedrichs braven 24jährigen Schätzesel Manolo rund um die Parcours. Manolo wog genau 171,5 kg.

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Nicole und Huub Huibers mit ihren Minieseln.. Foto: M.B.

Mitreissend von Otmar Hoefer moderiert begann um 15:00 Uhr das von allen schon sehnlich erwartete Schauprogramm. Sophia Bardenhagen und ihr grosses Team hatten unglaublich viel Zeit, Fantasie und Enthusiasmus in die spannende Choreographie und sehr liebevolle Ausstattung einer abwechslungsreichen und fesselnden orientalischen Geschichte quer durch die Historie des Morgenlandes investiert.

Die Zuschauer erfreuten sich an Nomaden, dem Sterndeuter Balthasar, einem grossen orientalischen Markt, einer Bauchtänzerin, Aladin mit dem Lampengeist, Teppichhändler und geflügeltem Esel, Arbeiter aus dem Land der Pharaonen, Cheops' Tochter Chamerernebti I. nebst Hofstaat, einem 3spännigen Streitwagen eines grimmigen ägypischen Soldaten, umherziehendes israelitisches Volk, David & Goliath, das Treffen von König Salomon und der legendären Königin von Saba, Gaukler, Zauberer und ein Jongleur, das Hirtenmädchen Ruth und der böse Dschinn, Herodes und die drei heiligen Könige, die Weisen aus dem Morgenland, ein Engel und nicht zuletzt Ali Baba und seine 40 räuberischen Esel !

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Beduinen und ein ganz gelassener Esel in der MAFZ-Halle.. Foto: M.Z.

Unmöglich, an dieser Stelle alle der vielen Mitwirkenden namentlich zu nennen – unser Dank und grosse Anerkennung gebührt jedem einzelnen der fröhlichen Darsteller für die tolle Leistung und Improvisationskunst, denn natürlich war auch dieses Mal wieder die Vorstellung gleichzeitig Uraufführung und Generalprobe !

Unser Berliner Mitglied Sabine Platen führte dieses Jahr eine kleine Besucherbefragung durch. Sie interviewte 16 willkürlich ausgewählte externe Besucher und erhielt folgende Antworten: Die Anreisezeit der befragten Besucher lag zwischen 10 Minuten und 6 Stunden, sie erfuhren vom Treffen durch Handzettel, aus dem Radio, aus dem Terminkalender der Regionalpresse, durch die IGEM-Website oder durch persönliche Information und sind nicht nur mit Auto, sondern sogar auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln angereist. Die Motivation für den Besuch des Treffens war überwiegend eine allgemeine Zuneigung zu diesen Tieren gelegentlich verbunden mit dem Gedanken, sich selbst Esel anzuschaffen, oder bei Eselhaltern der Wunsch, mehr über Haltung zu erfahren. Die allgemeine Resonanz war ausserordentlich positiv. Die Gäste waren sehr positiv beeindruckt von der Vielfalt und Unterschiedlichkeit der vorgestellten Tiere, den hervorragenden Informationen der Wettbewerbsmoderatoren und der Noteselhilfe und der Gelassenheit und Fröhlichkeit der Esel und ihrer Halter. Manch ein turnierkundiger Besucher war auch beeindruckt von der gegenseitigen Hilfsbereitschaft der Eselfreunde. Er hätte es auf anderen Turnieren noch nie erlebt, dass man sich untereinander mit Ratschlägen und Ausrüstungsgegenständen aushelfe und sich sogar untereinander die Tiere zum Gespannfahren ausleihe, falls mal Not am Mann ist. Auch dies trägt ganz wesentlich zum immer besseren Bild bei, das wir Esel- und Mulimenschen in der Öffentlichkeit aufbauen.

Zu guter Letzt sei noch unser gemeinsamer Dank und allergrösster Respekt ausgesprochen an das unglaublich kreative Team um unsere Regionalgruppe Nord-Ost und Ostsachsen, insbesondere an die „Federführenden“ Sophia Bardenhagen, Christine Möller und Heike Wulke. Sie und ihre vielen motivierten Helfer haben – so finde ich – ihre tolle Leistung aus 2007 noch übertroffen und mit vielen Hunderten Arbeitsstunden, Phantasie und auch einem erheblichen Aufwand an privaten Geldmitteln ein fröhliches IGEM-Treffen 2010 ausgerichtet, an das man sich zweifellos gern und lang erinnern wird.

Michael Zuber


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